Den Standard des Kontinentalen Zwergspaniels, wie er auch genannt wird, können Sie hier nachlesen.
Ich möchte Ihnen an dieser Stelle jedoch Fragen über meine Wuseltruppe beantworten, die mir so oder ähnlich schon gestellt wurden:
F.: Sind die arg empfindlich? A.: Nein, gar nicht. Im Gegenteil, sie lieben es, herumzutoben, und lange Spaziergänge zu machen, egal, ob es regnet, stürmt, schneit oder die Sonne scheint. Unsere "Berg-Papillons" haben uns schon auf Wanderungen begleitet, bei denen sie über Felsbrocken klettern und springen mussten, die größer waren, als sie selbst, und was für einen Spaß sie dabei hatten! Und zur Not kann man so einen Drei-Kilo-Hund ja auch ein Stück tragen! Aber so klein sie sind, so ausdauernd sind sie auch. Was ein Mensch am Tag laufen kann, das schaffen sie auch!
F.: Sind die dann den ganzen Tag so aktiv? A.: Nein, zum Glück nicht! So gerne sie auch ausgelassen miteinander spielen, einem Ball hinterher rennen, oder ein Quietschetier malträtieren, so sehr genießen sie es, zusammengerollt in ihrem Körbchen oder auf dem Schoß ihres Menschen zu relaxen und es sich gut gehen zu lassen. Alles zu seiner Zeit!
F.: Beißen die? A.: Also, meine habe noch nie irgend jemanden gebissen, weder Mensch noch Tier. Papillons sind grundsätzlich freundliche Hunde ohne jegliche Aggressionsneigung. Aber wie jedem Hund sollte man ihnen einen Grund- gehorsam beibringen, und sie sollten wissen, wer der Chef im Hause ist.
F.: Jagen die? A.: Ja, am liebsten sich gegenseitig! Spaß beiseite, auch bei so einem kleinen Hund können noch Reste des Jagdtriebes der Spaniel vorhanden sein. Zwar schnüffeln sie nicht am Boden und suchen nach Fährten, wie das z. B. Beagle tun. Aber man muss schon damit rechnen, dass sie einem Hasen hinterher rennen, wenn der ihnen vor die Nase hüpft. Also: Gut das Rückrufen üben. Ich leine allerdings vorsichtshalber meine Hunde an, wenn ich einen Hasen sehe. Sollte es aber doch einmal passieren, dass sie einem Wild hinterherflitzen, ist das auch nicht so schlimm: Ich glaube, sie verjagen eigentlich, statt zu jagen ;-). Da sie Sichtjäger sind, lassen sie sich sofort zurück- rufen, sobald das Tier nicht mehr zu sehen ist, und das geht schnell!
F.: Haaren die? A.: Ja, leider schon. Dafür müssen die Haare aber auch nicht geschnitten oder getrimmt werden. Da sie nicht borstig sind wie bei manchen Kurzhaarrassen, lassen sie sich jedoch mit dem Staubsauger auch von Teppichen gut entfernen.
F.: Ist das Fell sehr pflegeaufwendig? A.: Nein, überhaupt nicht. Dreimal die Woche durchkämmen reicht, und das dauert nur fünf Minuten! Man darf sie natürlich auch täglich kämmen, das sind dann zusätzliche Schmuse-Minuten. Auf die langen Ohrfransen muss man besonders aufpassen, damit sich keine Knötchen bilden. Auch baden braucht man sie nicht oft, außer sie haben sich in etwas Übelriechendem gewälzt. Kommen sie nach einem Spaziergang allerdings gar zu verdreckt heim, stelle ich sie in meine Küchenspüle und dusche ihnen mit lauwarmem Wasser kurz den Bauch und die Beine ab. Nicht wegen der Fellpflege, sondern um meine Wohnung zu schützen! Denn der Schmutz fällt von alleine ab, und danach sind sie wieder duftig sauber ;-).
F.: Bellen die? A.: Das ist ein etwas heikles Thema. Um es vorweg zu sagen: Sie bellen nie ohne Grund. Und sie hören auf, wenn man es ihnen verbietet.Aber da sie sehr wachsam sind, entgeht ihnen nichts, und ich bin manchmal anderer Ansicht als sie, was jetzt so furchtbar wichtig ist, dass sie es mir unbedingt melden müssen ;-). Gerade die Miri ist da sehr gesprächig! Allerdings kann man da auch nicht alle Papillons in einen Topf werfen: Isa weiß genau zu unterscheiden, und kündigt nur Besuch oder den Briefträger an (wie oft habe ich schon sein Klingeln nicht gehört, weil ich staubsaugte oder so ), und der Carlo ist sowieso ein ruhiger Vertreter.